Die Kindheit von J. G. Schadow

Geboren wurde Johann Gottfried Schadow als Sohn des Schneiders Gottfried Schadow und dessen Ehefrau Anna Katharina am 20. Mai 1764 in Berlin. Er sollte der erste Sohn des Paares werden, das danach noch vier weitere Kinder hatte. Johann Gottfried war somit der älteste Bruder der siebenköpfigen Familie.

Für unser Projektthema haben wir recherchiert, welche Schule Schadow in seiner Kindheit besucht hat und wie er sich beruflich orientierte. So konnten wir herausfinden, dass er gemeinsam mit seinen Brüdern zuerst im städtischen Gymnasium „Zum Grauen Kloster“ lernte. Es ist das erste und somit auch älteste Gymnasium in Berlin, das im 16. Jahrhundert gegründet wurde und eine humanistische Ausrichtung besaß.

Johann Gottfried zeigte schon früh Interesse beim Anfertigen von Zeichnungen. Sein Vater sorgte schließlich dafür, dass sein Talent gefördert wird und ließ seinen ältesten Sohn Zeichenunterricht bekommen. Dieser Leidenschaft widmete er sich ab dem Jahr 1777 komplett, als er dafür die Schule verließ. Ein Jahr später, im Alter von fünfzehn Jahren, nahm Schadow dann eine Lehre zum Bildhauer bei Jan Pieter Antoon Tassaert – dem königlichen Hofbildhauer – auf. Hier lernte der junge Berliner alles, was er über das Handwerk wissen musste. Er konnte seine Technik stetig entwickeln und verbessern.

Die Ausbildungsstätte bei Antoon Tassaert war aber nicht der einzige Ort, an dem Schadow lernte. Etwas später begann er nämlich zusätzlich eine Ausbildung an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Die Akademie gehörte zu den ältesten in Europa und konnte im Laufe ihrer Existenz viele Künstlerpersönlichkeiten hervorbringen. Johann Gottfried Schadow selbst war im Jahr 1816 Präsident dieser Akademie, in der er als Jugendlicher verschiedene Klassen besuchte.

Die vielseitige und hochwertige künstlerische Ausbildung und Förderung, die Johann Gottfried als Kind und Jugendlicher genoss, führte dazu, dass er sein Talent ausleben konnte und heutzutage als bedeutendster Vertreter des Klassizismus gilt.